Recycling

Oft stehen in den Räumen, sehr vorbildlich, Abfallbehälter zum Sortieren bereit, beispielsweise Gelb für Plastik, Blau für Papier, Schwarz für Restmüll. Wir haben ein gutes Gefühl, denn wir zeigen den Kindern, wie man Müll trennt.

Aber ist dies wirklich das einzige Ziel, was wir verfolgen? In der Bildungsempfehlung von Hamburg lesen wir:

Zitat: „Im Sinne von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung geht es jedoch um mehr. Kinder sollten Zusammenhänge zwischen sich und der Natur auch im Alltag entdecken können. Sie sollten erfahren können, dass alle unsere Produkte und Tätigkeiten auf natürlichen Lebensgrundlagen beruhen, dass wir Natur ständig nutzen, zum Teil auch verbrauchen und dass wir selbst Teil der Natur sind. Mit dieser Erkenntnis sind es häufig die Kinder selbst, die Ideen und Vorschläge für nachhaltiges und umweltschonendes Handeln haben…“

Beginnen wir bei uns selbst!

Kenne ich die Zusammenhänge zwischen mir und der Natur im Alltag? Wenn ja, wende ich sie auch bewusst an? Und tue ich dies aus Interesse an nachhaltiger Entwicklung? Bin ich VORBILD?

Es ist beispielsweise kaum noch möglich, ohne Plastik oder Aluminium den Alltag zu leben, um nur einige Umweltsünden zu nennen. Wenn ich die Verpackung der gekauften Ware abgemacht habe, werfe ich sie in die entsprechenden Abfallbehälter. Okay, ich nehme es so hin…

Oder? Schauen wir uns die Bilder dieses Beitrags mal genauer an. Joghurtbecher, Keksverpackungen, Papier, Pappen o.a. sind bei mir kein Müll mehr, bevor ich dies nicht mindestens 1x umfunktioniert habe.

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Es liegt genügend Material vor unseren Augen. Machen wir unseren Kindern also bewusst, dass das eine oder andere noch brauchbar ist. Forschen wir gemeinsam mit ihnen, aus was die einzelnen Dinge gemacht sind und was es für die Natur bedeutet.

Verwenden wir Materialien gemeinsam mit den Kindern so, dass wir die Umwelt  schonen:

Wir basteln ein Stabpuppentheater

Die Idee dazu entnahm ich dem Buch „Das Schuhkarton Bastelbuch“ von Norbert Pautner.

Ein großer Versandkarton wird nicht in Einzelteile zerlegt, sondern bildet das Theatergebäude und dient gleichzeitig zur Aufbewahrung der Utensilien. Auf der oberen Seite schneidet man Schlitze hinein, die das Führen der Figuren zulassen. Dünnere Pappen von Müslipackungen beispielsweise, Holzstäbe, Naturmaterial, sowie Malvorlagen dienen zum Bau der Figuren und Kulissen. Das Kind steht beim Spielen vor der Bühne und führt die Puppen.

Wir geben alten Ansteckern neue Motive

Man benötigt dafür ausrangierte Pins, Grundierfarbe, Servietten, sowie entsprechenden Lack für die Serviettentechnik. Den Kindern fällt es leichter, einen Kreis in Größe der Anstecker statt mehrere kleine Motive aus den Servietten zu schneiden und diese aufzutragen. Stolz schmücken diese veränderten Pins nun wieder Taschen oder Jacken.

Wir ziehen Pflanzen für den Garten vor

Ich nutze in zwei Teile geschnittene Tetra-Packs als Pflanzgefäße. Im unteren Teil befindet sich Sand, im Oberen Erde, in der sich der Samen oder eine Pflanze befindet. Beide Teile werden ineinander gestellt. Wenn nun die Kinder ihre Pflanze gießen, läuft überschüssiges Wasser in den Sand. Außerdem bekommt die Konstruktion mit dem Sand eine bessere Stabilität. Und ist die Pflanze groß genug, kann ich sie auf das Beet pflanzen.

Welche Ideen für eine Wiederverwendung habt ihr? Lasst es uns wissen…

 

 

 

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