Phonologische Bewusstheit

Das genaue Hinhören sollten Vorschulkinder, im Blick auf das spätere Schreiben lernen, immer wieder üben.

Was beinhaltet die Phonologische Bewusstheit in der praktischen Übung?

Geräusche wahrnehmen und erkennen

Erkennen der Unterschiede von gleich- und ähnlichklingenden Wörtern: Hose-Rose, Hand-Hund

Hören der Anlaute, Mittellaute und Endlaute:

Elefant beginnt mit E. Ich höre ein F in der Mitte des Wortes. Am Ende des Wortes höre ich T. Dabei geht es nicht um die Buchstaben eF und Te, sondern stets um den hörbaren Laut f und t.

Unterscheiden von ähnlich klingenden Lauten wie g/k, d/t m/n …. Gans/ Kamel, Dose/ Tonne, Nase/Maus…

Analyse und Synthese von Wörtern bis hin zum Schreiben erster lautgetreuer Wörter:

Trennen der Worte in Silben: Zie-ge, Ti-ger, Ze-bra…

Kinder sind neugierig auf das Schreiben von Buchstaben. Dies beginnt schon im Vorschulalter. Sie lernen, ihren Namen zu schreiben. Welchen Buchstaben kenne ich davon schon? Erste Buchstaben oder sogar Worte werden nachgeschrieben. Es gibt auch Kinder, die durchaus schon in der Lage sind, die Laute des Wortes herauszuhören oder zu einem Wort zu verbinden. O-M-A / O-P-A / M-A-M-A /

Diese Übungen könnte man mit dem Buch „Der Buchstabenbaum“ von Leo Leonni verbinden.

Die Bilder aus dem Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache „Hören, Lauschen, Lernen“ von Petra Küspert und Wolfgang Schneider sind dafür sogar vorgesehen.

Ich möchte ein Sprachspiel aus meiner Kindheit vorstellen. Ich fand es sehr spannend und sah darin als Kind nur den Spaß am Spiel. Aber es beinhaltete ein großes Lernpotential:

„Ha-li-Ha-lo“ Spielregel

Tei 1 – Die mitspielenden Kinder stehen/sitzen in einer Reihe. Ein Kind ist der Spielführer und steht vor den anderen mit Blick auf die Kinder. Es formt ein Wort mit den Lippen, während die anderen es erraten müssen. Wer es weiß, darf es sagen.

Teil 2 – Jetzt spielen dieses Kind, was das Wort erriet und der Spielführer allein. Der Spielführer wirft einen Ball hoch und ruft „Halihalo“ und läuft weg, während das andere Kind den Ball fangen muss. Hat es den Ball ruft es „Stopp“. Der Spielführer muss sofort stehen bleiben.

Teil 3 – Das Kind, das den Ball hat, überlegt, wie viel Silben das erratene Wort hat. Die Anzahl Silben sind die Schritte, die es auf den Spielführer zugeht oder springt, um ihm näher zu sein.

Tei 4 – Nun muss der Spielführer seine Arme zu einem Kreis formen. Das Kind muss wie beim Korbball den Ball in den Kreis treffen.

Dieses Spiel ist im Vorschulalter vielleicht noch nicht in voller Länge ausführbar, aber Teile davon schon.

Varianten:

  1. Leises Flüstern des Wortes und das Wort erraten. Dafür gibt es einen Punkt (Chip o.ä.). Das Wort in Silben zerlegen und klatschen oder ein Reimwort finden
  2. Ein Bild wird hochgehalten. Jedes Kind, was an der Reihe ist, kann diesem Bild ein Wort zuordnen. Beispiel: Schirm – 1 Silbe, Regenschirm – 3 Silben. Wer konnte mehr Silben klatschen?
  3. Man legt mit Quadraten einen Weg auf den Tisch (für Spielfiguren), oder auf den Fußboden (für die Kinder selbst). Der Weg führt zu einem Ziel. Die Silben sind die Schritte der Spielfigur bzw.des Kindes. Wer ist zuerst am Ziel? Wer gewinnt das Spiel?

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