Mit der großen Zuckertüte…

…fängt ein neues Leben an
und ich werde euch beweisen,
dass ich fleißig lernen kann.

Täglich gehe ich zur Schule,
höre, was der Lehrer spricht, lerne Lesen, Schreiben, Rechnen,
denn ein Faulpelz bin ich nicht.

Schreibt der Lehrer dann Zensuren
in die großen Hefte ein,
werden Einsen und auch Zweien
ganz gewiss darunter sein.

In manchen Regionen nennt man die Schultüte noch „Zuckertüte“.
170px-Moritz_Heger_–_Neues_Zuckerdütenbuch_1859

Die kleine Bertha geht vorsichtig die Treppe hinunter, um ihre Zuckertüte nicht in Gefahr zu bringen. Aus: Neues Zuckerdütenbuch (1859)

Wikipedia schreibt dazu:
„Die Geschichte der Schultüte in Deutschland geht bis ins Jahr 1810 zurück. Damals wurde besonders den Schulanfängern in Sachsen und Thüringen der Weg in die Schule versüßt. Erste gesicherte Nachweise kommen aus Jena (1817), Dresden (1820) und Leipzig (1836). Dort erzählte man den Kindern früher, dass in dem Haus des Lehrers ein Schultütenbaum wachse, und wenn die Schultüten groß genug wären, dann wäre es auch höchste Zeit für den Schulanfang.

Erich Kästner beschreibt in seinen Kindheitserinnerungen Als ich ein kleiner Junge war seinen ersten Schultag 1906 in Dresden und seine „Zuckertüte mit der seidnen Schleife“. Als er die Tüte einer Nachbarin zeigen wollte, ließ er sie fallen, und der Inhalt fiel auf den Boden: Er „stand bis an die Knöchel in Bonbons, Pralinen, Datteln, Osterhasen, Feigen, Apfelsinen, Törtchen, Waffeln und goldenen Maikäfern“.

Lied:

Wer das ABC gelernt, kann Geschichten lesen,

aus dem dicken Märchenbuch mit den Zauberwesen.

Und noch dies und das, Lesen lernen das macht Spaß.

Wer die Feder führen kann, fängt bald an zu schreiben,

einen Brief an Großpapa, er soll munter bleiben.

Und noch dies und das, Schreiben lernen macht uns Spaß.

Wer das Rechnen gut versteht, kann die Kinder zählen,

die in unsre Klasse gehen, ob auch keine fehlen.

Und noch dies und das, Rechnen lernen macht uns Spaß.

Wer Musik von Herzen liebt, wird die Lieder singen,

nicht zu leise, nicht zu laut, dass sie schön erklingen.

Und noch dies und das, Lieder singen macht uns Spaß.

Und hier noch ein kleines Liedbeispiel aus einer Zeit, als das Handy und der PC noch keine Rolle spielte…

„Hurra, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein, ich trag auf meinem Rücken ein Ränzelein. Fibel, Bleistift, Rechenbuch, all das ist für mich genug, wenn ich fleißig lerne, dann werd ich klug.

Hurra, ich bin ein Schulkind und richtig groß, geh jeden Tag zur Schule, da ist was los, Lesen, Schreiben, Rechnen gar, das ist alles wunderbar, ich will fleißig lernen, das ist doch klar.“

Naja, ich gebe zu, dass dieser Text echt überholt ist. So würde ich es ganz bestimmt nicht mehr mit den Vorschulkindern singen. Doch die Melodie ist beschwingt und fröhlich und fast jeder kennt sie von dem Kinderlied:

„Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm…“

Lasst uns einfach einen neuen Text daraus machen, zum Beispiel so:

„Juchhe, ich bin ein Schulkind und nicht mehr klein und trage meinen Ranzen auch ganz allein hin zur Schule ist doch klar, nicht die Mutti, nicht Papa, nein ich trag ihn selber wie wunderbar… 😃

Juchhe, ich bin ein Schulkind und geh allein, ohne meine Eltern ins Schulhaus rein, schnell noch einen Abschiedskuss, winken, aber dann ist Schluss, weil keiner meiner Freunde dann warten muss… 😄

Wer hat einen anderen Vorschlag für den Text? Eure Ideen sind gefragt!

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