Sterne

Im Beitragsbild seht ihr einen ganz besonderen Stern… den Herrnhuter Stern

https://www.herrnhuter-sterne.de

Angeregt von einer Besichtigung dieser Manufaktur, entstand die Überlegung, welche Sterne sich mit Kindern basteln lassen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr freue ich mich, wenn mich weitere Anregungen erreichen.

Für die erste Variante wählte ich zwei quadratische Origami-Blätter mit Blumenmotiven. Sterne erfüllen nicht nur zur Weihnachtszeit ihren Zweck, sie können durchaus auch als Blütenköpfe benutzt werden 🙂

Wenn ich mit Kindern falte, dann benutze ich wiederkehrende Begriffe. Ich schreibe diese Begriffe in der nachfolgenden Anleitung kursiv.

Anleitung 1:

Vor dir liegt ein Faltblatt. Wie viel Ecken hat das Blatt? – (Beim Sprechen auf die vier Ecken zeigen)

Es hat vier Ecken. Deswegen nennt man die Form Viereck. Es ist ein besonderes Viereck, denn es hat vier gleich lange Kanten. – (Beim Sprechen die Kanten mit dem Finger nachfahren) Weil alle Kanten des Blattes gleich lang sind, heißt dieses Viereck Quadrat. Ein Quadrat ist also ein Viereck mit gleich langen Kanten.

Falte jetzt aus dem Quadrat ein Buch. (Vorzeigen – die untere Kante wird zur oberen Kante gefaltet und zum Buch gedreht)

Falte aus dem Buch ein Taschentuch. (Vorzeigen – die untere Kante des Buches wird zur oberen Kante gefaltet)

Öffne das Faltblatt wieder. Du siehst Linien auf dem Blatt. Schneide das Quadrat den Linien entlang in 4 kleine Vierecke.

Schau dir die Kanten der 4 kleinen Vierecke an. Sind die Kanten alle gleich lang? Wie nennt man diese Form. (Quadrat) – Richtig, diese vier kleinen Vierecke sind auch Quadrate, weil alle Kanten gleich lang sind.

Falte nun einen der kleinen Quadrate zu einem Dreieck. (Vorzeigen – eine Ecke wird zur gegenüberliegenden Ecke gefaltet) Warum nennen wir die neue Form Dreieck? (drei Ecken) – Richtig, diese Form hat drei Ecken (Beim Sprechen auf die drei Ecken zeigen) und heißt deshalb Dreieck.

Nun falte auch aus den drei restlichen kleinen Quadraten Dreiecke. Öffne dann alle Dreiecke wieder zu  Quadraten. Du siehst eine Linie auf jedem Blatt.

An diese Linie legen wir jetzt eine Kante an. Ich komme zu jedem und zeige, wie das geht… Anschließend legen wir eine zweite Kante an. So entsteht aus dem Quadrat ein Drachen. (Vorzeigen – zwei Kanten werden an die diagonale Linie angelegt)

Ich gebe euch ein zweites großes Quadrat. Probiert jetzt allein, kleine Drachen zu falten… (Individuelle Hilfestellung, während die Kinder das Gelernte noch einmal selbstständig anwenden)

Vor uns liegen nun acht kleine Drachen. Legt die Drachen doch einmal so zusammen, dass ein Stern entsteht… (Kinder probieren durch Drehen, Wenden, Zusammenschieben, einen Stern zu legen – währenddessen individuelle Hilfestellung anbieten)

Wer möchte kann sich Klebstoff holen und seinen Stern auf ein weißes Blatt kleben…

Anmerkung: Wenn Kinder im Falten noch ungeübt sind, bietet es sich an, in kleinen Schritten vorzugehen. Statt in einem Zug alles zum Ende zu bringen, können daraus auch zwei Angebote an unterschiedlichen Tagen werden. Oder auch drei Angebote, wenn man aus den Sternen einen Blumengarten gestalten möchte.

Auf jeden Fall sollte den Kindern schon das Falten von Buch und Taschentuch bekannt sein!

Praxis:

Die Kinder falteten sehr gut nach der Anleitung. Sie nahmen die Begriffe „Buch“ und „Taschentuch“ auf und konnten schnell damit umgehen. Nachdem alle Teile gefalten waren, begannen die Kinder von selbst mit dem kreativen Auflegen.

Fazit: Es funktionierte sehr gut!

Anleitung 2:

Aus einem Quadrat falten wir zuerst ein Buch, dann ein Taschentuch. Wieder auseinanderfalten zum Quadrat. Nun werden zwei Dreiecke aus dem Quadrat gefalten. Ebenfalls wieder auseinanderfalten. Man sieht jetzt auf dem Quadrat vier Linien, die alle durch den Mittelpunkt führen, 2 diagonal, 2 gerade. Die geraden Linien werden zur Hälfte eingeschnitte. Die vier Ecken werden zu Drachen gefalten. Fertig ist ein Stern mit vier Zacken. Aus dieser entstandenen Form kann man nun Zugvögel falten, in dem man den Stern an einer der beiden Diagonalen zusammenklappt. Die nach oben zeigenden Spitzen werden als Flügel zur Hälfte umgefalzt.

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Ich habe im Anschluss mit den Kindern „Herbst“ aus „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi gehört. Währenddessen konnte jedes Kind seinen Zugvogel in die Zugformation einreihen…

 

Da wir uns langsam dem Advent nähern, hier nun ein Stern zum Dekorieren….naja, eigentlich ist er die erste Hälfte des „Fröbelsterns“ ☺ und da es ganz sicher im Internet eine Bastelanleitung gibt, an dieser Stelle nur eine Bilderreihe….

 

Allerdings sind diese Sterne nicht mit Kindern zu falten. Für mich wird es eine Adventskalender-Deko werden.

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