Märchen (1)

Das Rübchen

Geschichte

Ein Großvater ging in den Garten, um ein Rübchen zu pflanzen. Als er fertig war, sagte er: „Rübchen werde groß und fest.“ 

Jeden Tag goss er das Rübchen und es wuchs und wuchs und wurde eine große und feste Rübe.

Da ging der Großvater die Rübe ernten. Er fasste die Rübe und zog und zog…doch er konnte die Rübe nicht herausziehen.

Da rief der Großvater die Großmutter. Die Großmutter fasste den Großvater und er fasste die Rübe. Sie zogen und zogen…doch sie konnten die Rübe nicht herausziehen.

Da rief die Großmutter das Enkelkind. Das Enkelkind fasste die Großmutter, die Großmutter fasste den Großvater und der Großvater fasste die Rübe. Sie zogen und zogen…doch sie konnten die Rübe nicht herausziehen.

Da rief das Enkelkind den Hund. Der Hund fasste das Enkelkind, das Enkelkind fasste die Großmutter, die Großmutter fasste den Großvater und der Großvater fasste die Rübe. Sie zogen und zogen…doch sie konnten die Rübe nicht herausziehen.

Da rief der Hund die Katze. Die Katze fasste den Hund, der Hund fasste das Enkelkind, das Enkelkind fasste die Großmutter, die Großmutter fasste den Großvater, der Großvater fasste die Rübe. Sie zogen und zogen…doch sie konnten die Rübe nicht herausziehen.

Da rief die Katze die Maus. Die Maus fasste die Katze, die Katze fasste den Hund, der Hund fasste das Enkelkind, das Enkelkind fasste die Großmutter, die Großmutter fasste den Großvater, der Großvater fasste die Rübe. Sie zogen und zogen…und haben die Rübe herausgezogen.

Anwendungsmöglichkeiten

Ich mag dieses Märchen, weil es durch seine Einfachheit besticht. So kann ich es schon mit den Kleinsten erarbeiten. Im Erzählen des Märchens binde ich die Kinder sofort mit ein. Das Rübchen ist ein roter Ball in einem grünen fast durchsichtigen Tuch, den ich festhalte. Die handelnden Personen vom Großvater bis zum Mäuschen sind die Kinder. Und während ich erzähle, lass ich ein Kind nach dem anderen agieren. Es entsteht eine lange Reihe angefasster Kinder, die beim Ziehen laut: „Hau Ruck, Hau Ruck“ mit sprechen. Auch die Namen der Figuren werden nachgesprochen, indem das betreffende Kind „Großmutter“, „Enkelkind“, „Hund“, „Katze“, „Mäuschen“ ruft. Wenn zum Ende der Geschichte beim letzten „Hau Ruck“ die Rübe herausgezogen wird, dürfen sich alle auf den Po fallen lassen. Natürlich zeige ich es vor, indem ich mich in diesem Moment ebenfalls fallen lasse und den Ball in den erhobenen Händen halte. Auf dem Boden liegend sage ich den letzten Satz des Märchens: „…und haben das Rübchen herausgezogen.“ Und weil es so viel Spaß macht, kann ich das Märchen auch sofort noch einmal wiederholen. Vielleicht macht dabei auch ein Kind mit, dass sich zuvor nicht traute.

Für das Nacherzählen habe ich mir die handelnden Personen bewegbar gemacht.

 

Diese Ausmal-Figuren vergrößert und mit Magneten versehen, dienen zum Anheften an die Tafel.

Das Rübchen

Habt ihr noch Ideen? Dann zögert nicht, sie uns weiterzugeben….

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